Gruetzi miteinand (schreibt man das so?),
so sitze ich grade bei Freunden in Heredia, die - die Einzigen - Internet haben und hier ist alles ganz nach meinem Geschmack. Wenn es mir in Bijagua zu einsam wird, dann komm ich her um ein bisschen Trubel zu tanken. Am hintersten Ende, der hintersten Sackgasse eines kleinen Barrios steht ein Haus mit der Groß(-familien)WG "Casa de los Freundchen". Auf sehr kleinen Raum wohnen hier im Moment: 2 Deutsche, eine Österreicherin, 3 Salvadorianer, 3 Ticos und im Hof außerdem 2 Familien aus Nicaragua, die sich ein Bad teilen. Also...immer was zu erzaehlen und was los.
Am Sa (meine freien Tage sind So. und Mo.) nach der Arbeit zu einer Feier gefahren. Mitten im Nirgendwo von Heredia ein Grundstück, gleich neben den vier riesen Villen von Costa Ricas groeßtem Drogenboss - zum Glück gerade im Gefaengnis. Zelte aufgebaut, Grill angeschmissen (gab nix zum grillen)und gefeiert. Mal wieder lief einiges an Telenovela-Zeug, aber dafuer brauchts ein ganzes Buch. Finger wund-gitarre-gespielt, ein FASS Nachokaese geleert, Flunkyball gezockt und nicht geschlafen. Am naechsten Morgen die halbe Partybagage (12 tapfere Recken) auf den Heimweg gemacht, wo die Geburtstagsfeier fuer den kleinen Sebast (5 Jahre) vorbereitet wurde und also die Bude voll war mit Bekannten und Verwandten. Irgendwie sind alle untergekommen, auch wenn an Schlaf nicht zu denken war. Also... Kuchen gegessen, getanzt, Pinata geschlagen, Kinder bespasst und dann irgendwann abends tot ins Bett gefallen. Und jetzt am Morgen ist der ganze Spuck vorbei und ich warte auf meine Pfannekuchen.
Dann gehts wieder zurück ins beschauliche Bijagua und so wie es aussieht, habe ich gar nicht so ne langweillige Woche vor mir. Ich versuche mich das erste mal in meinem Leben an einer PowerPoint um meinen Leuten ein Bijagua-Logo schmackhaft zu machen und muss dafuer noch ein bisschen recherchieren. Dann - endlich mal - werde ich einem Mitglied helfen seinen Wanderweg auf Vordermann zu bringen, also erstmal zwei Tage mit der Machete im Dschungel stehen
Am Freitag startet die "Semana Cultural" und da gibts ueberall ganz viele kulturelle Veranstaltungen, wo es - hoffentlich - fuer CATTEMI viel zu tun gibt. Wurde außerdem gebeten auf dem Markt Gitarre zu spielen, damit das (höm höm) Touristen anziehen koennte - totaler Schwachsinn. Aber im Anbetracht der Tatsache, dass die letzten Wochen fast gar nix ging, ist das ja ganz gut.
Hier bei CATTEMI lag/liegt ziemlich viel im Argen und der Verein ist in sich zerstritten. Auch meine Chefinnen hatten sich gezofft und damit war CATTEMI handlungsunfaehig. Ich hatte mich selbst mit Einer ein bisschen gezofft, weil die aus der verlegenheit heraus keine Arbeit fuer mich zu haben wollte, dass ich meine komplette Arbeitszeit in diesem Computerraum verbringe, worauf ich echt keine Lust habe und was auch nicht der Sinn meines Daseins ist.
Auf jeden Fall scheint sich der Wind ein bisschen gedreht zu haben und irgendwie haben sich die Beiden ausgesoehnt (zumindest oberflaechlich)und nun sind beide ziemlich "kalt" (sofern das hier in CR geht) mir gegenüber. Also eine nicht so gute Situation. Ein Beispiel: Es gibt irgendein Treffen und ich werde nicht gefragt oder eingeladen. Wenn ich dann davon erfahre und auf eigene Faust auftauche wird mir vorgeschlagen ich solle doch was anderes tun ("Schau doch den Kindern beim Spielen zu") und ich muss also darauf bestehen anwesend zu sein ("nein, nein, ist schon okay, es interessiert mich wirklich.")
Aber mal schauen, was die Woche fuer mich bereit haelt, auf jeden Fall freue ich mich drauf und Berichte weiter und ausgibig.
Zum Schluss nochmal und wieder ein Video (wollte es bei Youtube hochladen wegen der Qualität, aber die haben das Audio gespeert) also jetzt hier: Marjos letztes WE und mein Einstand in Bijagua. Sehr angenehem begonnen und sehr orgiastisch geendet.
NaSoWas...Nimmerland
Montag, 5. Oktober 2009
Samstag, 3. Oktober 2009
"Feuchtgebiete" by Felix Weiss
Estoy mojado Nimmerland,
und daran ist dieses verflixte Mikro(-finanz?)klima schuld. Waehrend es auf dem rest der Welt seinen natuerlichen Gang mit den Jahreszeiten (egal wieviele) geht, muss das werte Herr/Frau Bijagua mal wieder ein paar extra wuerschtl kochen oder besser gesagt daempfen.
Die Wetteraussichten fuer die naechsten Wochen. Regen und zwischendurch mal wieder scheisse-heiss und dann mal wieder viel regen, gefolgt von Sonnenschein und dementsprechend sowas wie Dampfbueheleisen highlife.
Ihr kennt doch alle die Szene wo Forest Gump in Vietnam ist und von den verschiedennen Regenarten berichtet. Ja? na dann brauch ich euch das ja nicht darzulegen. --> und leider gibts den ausschnitt nicht bei YouTube.
Also bin ich nun alleine in diesem riesen Geisterhaus, das knackt und knarrt und lebt. Schon ein paar mal Nachts von irgendwelchem Laerm aufgewacht und gedacht: Wer versucht denn da reinzukommen; und natuerlich wuerde ich das nicht denken, wenn es hier nicht eine Serie von Einbruechen gegeben haette und diese Ganoven (endlich aknn ich das Wort mal verwenden) auch nicht vor bewohnten Haeusern zurueckschrecken.
Kleiner Ausflug in Verbrechertaktiken Mittelamerikas: "Oh ein schoenes Haus, lass mal einbrechen! Ach, da sind Leute drin? Scheiss egal, entweder versuchen sie nicht aufzuweckene oder (Nobelpreisidee) das Haus mit einer Chloroformbombe bewerfen und damit alle Einwohner zum tiefschlaf bringen. Alles klar, auf gehts!"
So ist das hier also...
Aber im Ernst, ich fuehle mich sauwohl und muss nur noch irgendwie die Langeweile bekaempfen. Wenn ich hier bald meine adresse poste, koennt ihr mir dann bitte Massenhaft Hoerbuecher per CD schicken, danke!
Ich schreibe grade an einer Retrospektive meiner Projektarbeit, aber da muesst ihr euch noch gedulden, denn das ist wie eine griechisches Tragoedie in drei Akten, oder auf Neuspanisch "Telenovela" aber sowas von, alter. Welche Rolle ich spiele und (es geht um "ans Bein pinkeln) wie ich mich behaupte und auf der Jagd nach dieser verdammten Zeit bin um sie endlich totzuschlagen, davon will ich euch bald ausfuehrlicher berichten.
Ich mach mich jetzt mal auf den Weg nach San Jose (wann faehrt man mal in deutschland 4-5 Std. fuer eine party?).
So far so good oder eso largo eso bueno wie der Bijaguanese zu sagen pfleg.
Haunse rein Nimmerland,
F to the elix
und daran ist dieses verflixte Mikro(-finanz?)klima schuld. Waehrend es auf dem rest der Welt seinen natuerlichen Gang mit den Jahreszeiten (egal wieviele) geht, muss das werte Herr/Frau Bijagua mal wieder ein paar extra wuerschtl kochen oder besser gesagt daempfen.
Die Wetteraussichten fuer die naechsten Wochen. Regen und zwischendurch mal wieder scheisse-heiss und dann mal wieder viel regen, gefolgt von Sonnenschein und dementsprechend sowas wie Dampfbueheleisen highlife.
Ihr kennt doch alle die Szene wo Forest Gump in Vietnam ist und von den verschiedennen Regenarten berichtet. Ja? na dann brauch ich euch das ja nicht darzulegen. --> und leider gibts den ausschnitt nicht bei YouTube.
Also bin ich nun alleine in diesem riesen Geisterhaus, das knackt und knarrt und lebt. Schon ein paar mal Nachts von irgendwelchem Laerm aufgewacht und gedacht: Wer versucht denn da reinzukommen; und natuerlich wuerde ich das nicht denken, wenn es hier nicht eine Serie von Einbruechen gegeben haette und diese Ganoven (endlich aknn ich das Wort mal verwenden) auch nicht vor bewohnten Haeusern zurueckschrecken.
Kleiner Ausflug in Verbrechertaktiken Mittelamerikas: "Oh ein schoenes Haus, lass mal einbrechen! Ach, da sind Leute drin? Scheiss egal, entweder versuchen sie nicht aufzuweckene oder (Nobelpreisidee) das Haus mit einer Chloroformbombe bewerfen und damit alle Einwohner zum tiefschlaf bringen. Alles klar, auf gehts!"
So ist das hier also...
Aber im Ernst, ich fuehle mich sauwohl und muss nur noch irgendwie die Langeweile bekaempfen. Wenn ich hier bald meine adresse poste, koennt ihr mir dann bitte Massenhaft Hoerbuecher per CD schicken, danke!
Ich schreibe grade an einer Retrospektive meiner Projektarbeit, aber da muesst ihr euch noch gedulden, denn das ist wie eine griechisches Tragoedie in drei Akten, oder auf Neuspanisch "Telenovela" aber sowas von, alter. Welche Rolle ich spiele und (es geht um "ans Bein pinkeln) wie ich mich behaupte und auf der Jagd nach dieser verdammten Zeit bin um sie endlich totzuschlagen, davon will ich euch bald ausfuehrlicher berichten.
Ich mach mich jetzt mal auf den Weg nach San Jose (wann faehrt man mal in deutschland 4-5 Std. fuer eine party?).
So far so good oder eso largo eso bueno wie der Bijaguanese zu sagen pfleg.
Haunse rein Nimmerland,
F to the elix
Donnerstag, 17. September 2009
Zitroneneis und SchreibBLOGkade 1,5
Also,
wir waren für nen Wochenendtrip am Meer und da habe ich das erstmal in meinem Leben Fotos mit der DigiCam gemacht (Dankeschön Ninchen!!!) und da wollte ich mal ausprobieren, was man damit und dem Moviemaker so machen kann. Ich hab nen kleinen Tune verwendet, den ich nochmal inner richtigen SchreibBLOGkade mit text verwurschteln will - aber bitte ein bisschen Geduld. Außerdem die ersten Bijagua-Pics vom Unabhängigkeitstag hier.
Was gibts sosnt noch Neues in Kürze:
-Das erste mal im Dschungel gewesen und den Hängebrücken vertraut (fotos bei Facebook)
- Am WE auf einer DailySoap-Porno-Pool-Party gewesen und: Meine Fresse ging das da ab. Hier gibt es einfach keine Hemmungen. Geschranzt und getrunken und nen sehr lustigen Abend gehabt. Für ausführlichere Infos bitte das Video "One night in Rosario" bestellen
- Monkey island 2 runtergeladen und mit Guybrush eine neue zeitfressmachine ins haus geholt - Marjo auch angesteckt
- Die größte kackerlacke meines lebens gesehen (handtellergroß!!!!)
...und vieles vieles mehr.... Also, alles easy hier (oh nein, nie wieder easy! Kann mich jemand aufklären, ist es wirklich geschhlossen?!)
Auf jeden Fall hier meine ersten Fotoversuche...
Viel Spass. Nimmerland.
wir waren für nen Wochenendtrip am Meer und da habe ich das erstmal in meinem Leben Fotos mit der DigiCam gemacht (Dankeschön Ninchen!!!) und da wollte ich mal ausprobieren, was man damit und dem Moviemaker so machen kann. Ich hab nen kleinen Tune verwendet, den ich nochmal inner richtigen SchreibBLOGkade mit text verwurschteln will - aber bitte ein bisschen Geduld. Außerdem die ersten Bijagua-Pics vom Unabhängigkeitstag hier.
Was gibts sosnt noch Neues in Kürze:
-Das erste mal im Dschungel gewesen und den Hängebrücken vertraut (fotos bei Facebook)
- Am WE auf einer DailySoap-Porno-Pool-Party gewesen und: Meine Fresse ging das da ab. Hier gibt es einfach keine Hemmungen. Geschranzt und getrunken und nen sehr lustigen Abend gehabt. Für ausführlichere Infos bitte das Video "One night in Rosario" bestellen
- Monkey island 2 runtergeladen und mit Guybrush eine neue zeitfressmachine ins haus geholt - Marjo auch angesteckt
- Die größte kackerlacke meines lebens gesehen (handtellergroß!!!!)
...und vieles vieles mehr.... Also, alles easy hier (oh nein, nie wieder easy! Kann mich jemand aufklären, ist es wirklich geschhlossen?!)
Auf jeden Fall hier meine ersten Fotoversuche...
Viel Spass. Nimmerland.
Donnerstag, 10. September 2009
Bijagua und where the hell ist Felix?
Angekommen? Angekommen. Zu Hause? Das wird sich zeigen. Sitze grade in dem Haus, bald meinem Haus, noch Marjos Haus (meine Vorgängerin) und harre dem was da kommt. Heute hier in Bijagua angekommen und noch nicht viel gesehen außer die Straße an der wir wohnen. Und das Haus natürlich. Und das ist echt riesig. 4 Zimmer, mehrere Kammern, großer Flur/Wohnzimmer, Küche, 2 Bäder, Terrasse, Garage, Garten und alles sehr bruchreif aber mit Charme. Es gibt sogar Kühlschrank und warmes Wasser in der Dusche und damit schon mal mehr als in Guatemala, also Luxus pur
Nein im Ernst, das Haus ist super nur vielleicht ein bisschen zu groß, weil man sich irgendwie überflüssig vorkommt bei so viel Platz, aber das wird sich die nächsten Wochen zeigen und auf jeden Fall Volltreffer für den Anfang. Vielleicht findet sich ja auch ein Mitbewohner und dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.
Eigentlich wollte ich erst mal ein bisschen pennen, aber daraus is nix geworden weil grade Mittagszeit und daher sehr sehr heiß und natürlich tut die obligatorische Luftfeuchtigkeit von annähernd 100% ihr übriges. Also ein bisschen Zeit die letzten Tage Revue passieren zu lassen.
Waren das Wochenende in Puerto Viejo, einem kleinen Kaff in der Karibik und haben unsere Projektanfänge und das Sprachkursende gefeiert. Tat wirklich gut mal rauszukommen aus San Jose und obwohl ich mich auf zwei schöne relaxte Tage am Strand gefreut habe, ist daraus nicht so wirklich was geworden. „Achtung! Achtung! Es folgen Beschwerden auf hohem Niveau.“
Natürlich gleich am ersten Tag erstmal schön nen Sonnenbrand eingefangen und mit eingefangen meine ich nicht „ausversehen nicht eingecremt“ sondern vielmehr „Ach so schlimm scheint die Sonne doch gar nicht, ich scheiß auf die Creme, ab an den Strand.“ Ab da war es vorbei mit der Unbeschwertheit am Strand – was mich natürlich nicht von allem Weiteren abgehalten hat – und alles andere war gefolgt von einem weinerlichen Felix.
Wir waren 9 (später 13) Freiwillige und ganz im Ernst man kann sie (uns?) von 4 km weit erkennen. Kleine milchgesichtige Gruppen mit unbenutzten Travelling Equipment; Costa Rica erlebt gerade eine Überschwemmung der ganz besonderen Art. Haben Leute von ICJA (auch eine Entsendeorganisation) getroffen und die haben hier 29 freiwillige mit weltwärts in Costa Rica. Ach du scheiße… Auf jeden Fall allesamt im „Rocking J’s“ abgestiegen, ein riesen Hostel im Stil der Gaudi-Gärten in Barcelona, direkt am Meer mit Hängematten-Saal und allem drum und dran was das Rasta/Hippieherz begehrt: „Irie man!“
Schön und trotz Sonnenbrand das Karibikflair genossen, schwimmen gewesen, den Tag verbummelt und abends für alle unter abenteuerlichen Bedingungen gekocht auf einer Herdplatte für 10 Personen Reispfanne (halber Meter Durchmesser) zu machen sollte einem den Titel „Wüstenkoch des Jahres“ sichern. Die nächsten Tage also kleinere Brötchen gebacken und trotzdem formidabel gespeist. Rührei und Pfannekuchen (50 Stück) zum Frühstück und fritierte Platanos, Yuca und Aubergine mit Reissalat und Dips zum Abendessen. Da lacht der Gourmet.
Trotzdem: Am letzen Tag lief alles sehr streßig. Natürlich nochmal unbedingt zum Strand, aber vorher auschecken. Dann Strandversifft noch was Essen und ab in den Bus nach Hause (bei 35°), nach 5 Std. zu Hause vor verschlossener Tür stehen, weil Gastfamilie weg. Um 23 Uhr anfangen zu packen, weil man am nächsten Morgen wieder um 4 Uhr raus muss um pünktlich den Bus nach Bijagua zu bekommen, um dort fertig und verschwitz nach 4 weiteren stunden anzukommen. Und da bin ich nun, fertig aber angekommen und scheib demnächst mehr aus meiner neuen Heimat.
Tranquillo, Nimmerland.
Nein im Ernst, das Haus ist super nur vielleicht ein bisschen zu groß, weil man sich irgendwie überflüssig vorkommt bei so viel Platz, aber das wird sich die nächsten Wochen zeigen und auf jeden Fall Volltreffer für den Anfang. Vielleicht findet sich ja auch ein Mitbewohner und dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.
Eigentlich wollte ich erst mal ein bisschen pennen, aber daraus is nix geworden weil grade Mittagszeit und daher sehr sehr heiß und natürlich tut die obligatorische Luftfeuchtigkeit von annähernd 100% ihr übriges. Also ein bisschen Zeit die letzten Tage Revue passieren zu lassen.
Waren das Wochenende in Puerto Viejo, einem kleinen Kaff in der Karibik und haben unsere Projektanfänge und das Sprachkursende gefeiert. Tat wirklich gut mal rauszukommen aus San Jose und obwohl ich mich auf zwei schöne relaxte Tage am Strand gefreut habe, ist daraus nicht so wirklich was geworden. „Achtung! Achtung! Es folgen Beschwerden auf hohem Niveau.“
Natürlich gleich am ersten Tag erstmal schön nen Sonnenbrand eingefangen und mit eingefangen meine ich nicht „ausversehen nicht eingecremt“ sondern vielmehr „Ach so schlimm scheint die Sonne doch gar nicht, ich scheiß auf die Creme, ab an den Strand.“ Ab da war es vorbei mit der Unbeschwertheit am Strand – was mich natürlich nicht von allem Weiteren abgehalten hat – und alles andere war gefolgt von einem weinerlichen Felix.
Wir waren 9 (später 13) Freiwillige und ganz im Ernst man kann sie (uns?) von 4 km weit erkennen. Kleine milchgesichtige Gruppen mit unbenutzten Travelling Equipment; Costa Rica erlebt gerade eine Überschwemmung der ganz besonderen Art. Haben Leute von ICJA (auch eine Entsendeorganisation) getroffen und die haben hier 29 freiwillige mit weltwärts in Costa Rica. Ach du scheiße… Auf jeden Fall allesamt im „Rocking J’s“ abgestiegen, ein riesen Hostel im Stil der Gaudi-Gärten in Barcelona, direkt am Meer mit Hängematten-Saal und allem drum und dran was das Rasta/Hippieherz begehrt: „Irie man!“
Schön und trotz Sonnenbrand das Karibikflair genossen, schwimmen gewesen, den Tag verbummelt und abends für alle unter abenteuerlichen Bedingungen gekocht auf einer Herdplatte für 10 Personen Reispfanne (halber Meter Durchmesser) zu machen sollte einem den Titel „Wüstenkoch des Jahres“ sichern. Die nächsten Tage also kleinere Brötchen gebacken und trotzdem formidabel gespeist. Rührei und Pfannekuchen (50 Stück) zum Frühstück und fritierte Platanos, Yuca und Aubergine mit Reissalat und Dips zum Abendessen. Da lacht der Gourmet.
Trotzdem: Am letzen Tag lief alles sehr streßig. Natürlich nochmal unbedingt zum Strand, aber vorher auschecken. Dann Strandversifft noch was Essen und ab in den Bus nach Hause (bei 35°), nach 5 Std. zu Hause vor verschlossener Tür stehen, weil Gastfamilie weg. Um 23 Uhr anfangen zu packen, weil man am nächsten Morgen wieder um 4 Uhr raus muss um pünktlich den Bus nach Bijagua zu bekommen, um dort fertig und verschwitz nach 4 weiteren stunden anzukommen. Und da bin ich nun, fertig aber angekommen und scheib demnächst mehr aus meiner neuen Heimat.
Tranquillo, Nimmerland.
Freitag, 21. August 2009
Ich bin nur ein Junge auf der Straße
Yoyoyoyoyo liebe Leser, was geht ab da draußen – wo immer ihr sein mögt?
Mal wieder Zeit für ne kurze Meldung aus dem Costa dem Rica. Dankeschön für das tolle Echo die SchreibBLOGkade betreffend, ich hoffe ich bleibe weiter am Ball und die eine oder andere Idee hat sich schon angebahnt (ich sage nur soviel: Sido kann einpacken, alter!) Wie auch immer oder como tambien siempre wie der Tico zu sagen pflegt.
Immer noch fleißig (naja?) am spanisch lernen und langsam wird mir klar: verdammt, da kommst du gar nicht drum rum, denn die werden bestimmt kein hessisch für dich lernen. Auch ohne spanisch habe ich schon monster die streetcredibility, weil ich heute mit unserem Hund draußen war. Ich hoffe ihr verratet niemandem hier, dass es zwar ein Bullterrier ist und dementsprechend gefährlich aussieht und alle erstmal denken „Ach du scheiße, lieber mal straßenseite wechseln.“ aber dieses Vieh (in stillen gedenken an das loch in meinem T-shirt) so strunzend dumm ist, dass es keiner Fliege was zu leide tun kann. Also zu dumm um gefährlich zu sein und heißt passenderweise auch noch „Kabul“. Wieso passenderweise? Na dann lest euch mal den Leitkulturartikel des Feuilletons der Zeit durch und ihr werdet mir zustimmen. So, genug des Nonsens und mal die traurige Gewissheit beiseiteschieben, dass ich mir nur duch nen Kampfhund Respekt verschaffen kann.
So langsam wird mir bewusst, dass das doch ne ganz schön lange Zeit ist, die ich weg sein werde und dabei liebe Leute geht mir langsam auf, dass ich euch alle sehr vermissen werde. Vor meiner Abreise war ich wirklich sehr gelassen und das war auch nicht gespielt. Das Weggehen kam mir (und kommt mir immer noch) einfach richtig vor, vor allem wenn man dieses beschissene letzte Jahr bedenkt (ich hoffe die mit denen ich es verbracht habe fühlen sich jetzt nicht gekränkt und ihr wisst wie ich es meine). Also war es ganz leicht wegzufliegen und darüber habe ich es vielleicht ein bisschen an Einfühlungsvermögen euch gegenüber mangeln lassen. Ich fühle mich geehrt, dass ihr traurig wart und mich vermisst und hätte das gerne mit euch geteilt, konnte es aber irgendwie nicht. Dafür könnte es euch ja jetzt freuen, dass mich so langsam die Erkenntnis der Traurigkeit erreicht.
Eigentlich wollte ich euch ja ein bisschen von CR schreiben aber irgendwie fällt mir nicht so viel erzählenswertes ein, vor allem, weil ich das hier selbst immer mit Guatemala vergleiche. Ja die Straßen sind in schlechtem Zustand aber eben nicht so schlecht wie in Guatemala. Ja hier wird alles bewacht, aber eben nicht so krass wie in Guatemala. Ja, hier ist es schmutzig, aber… Hier schmeckt alles sehr süß, aber… Die leute fahren wie die Sau, aber… ich weiß nicht ob ihr versteht was ich meine? Viele Sachen sind sooo viel und ganz anders als in Deutschland, aber nicht so eine Überraschung für mich und deshalb für mich nicht so interessant. Das hört sich so dumm und überheblich an, aber ich denke dann: warum das erzählen, dass interessiert doch keinen. Aber ich werde versuchen mich ein bisschen am Riemen zu reißen und euch bald einen Einblick in mein leben hier zu gewähren. Jetzt hab ich erstmal genug geschrieben und euren Augen werden langsam müde und müde und schwer und immer schwerer und ihr schlaft ein und mit einem traurigen sonnigen Gruß verabschiede ich mich (scheißt auf das Video, ich meine natürlich das Lied – ich Kommerzschwein) …
http://www.youtube.com/watch?v=k-DTzSq-r0U&feature=related
Tschüß, Nimmerland.
Mal wieder Zeit für ne kurze Meldung aus dem Costa dem Rica. Dankeschön für das tolle Echo die SchreibBLOGkade betreffend, ich hoffe ich bleibe weiter am Ball und die eine oder andere Idee hat sich schon angebahnt (ich sage nur soviel: Sido kann einpacken, alter!) Wie auch immer oder como tambien siempre wie der Tico zu sagen pflegt.
Immer noch fleißig (naja?) am spanisch lernen und langsam wird mir klar: verdammt, da kommst du gar nicht drum rum, denn die werden bestimmt kein hessisch für dich lernen. Auch ohne spanisch habe ich schon monster die streetcredibility, weil ich heute mit unserem Hund draußen war. Ich hoffe ihr verratet niemandem hier, dass es zwar ein Bullterrier ist und dementsprechend gefährlich aussieht und alle erstmal denken „Ach du scheiße, lieber mal straßenseite wechseln.“ aber dieses Vieh (in stillen gedenken an das loch in meinem T-shirt) so strunzend dumm ist, dass es keiner Fliege was zu leide tun kann. Also zu dumm um gefährlich zu sein und heißt passenderweise auch noch „Kabul“. Wieso passenderweise? Na dann lest euch mal den Leitkulturartikel des Feuilletons der Zeit durch und ihr werdet mir zustimmen. So, genug des Nonsens und mal die traurige Gewissheit beiseiteschieben, dass ich mir nur duch nen Kampfhund Respekt verschaffen kann.
So langsam wird mir bewusst, dass das doch ne ganz schön lange Zeit ist, die ich weg sein werde und dabei liebe Leute geht mir langsam auf, dass ich euch alle sehr vermissen werde. Vor meiner Abreise war ich wirklich sehr gelassen und das war auch nicht gespielt. Das Weggehen kam mir (und kommt mir immer noch) einfach richtig vor, vor allem wenn man dieses beschissene letzte Jahr bedenkt (ich hoffe die mit denen ich es verbracht habe fühlen sich jetzt nicht gekränkt und ihr wisst wie ich es meine). Also war es ganz leicht wegzufliegen und darüber habe ich es vielleicht ein bisschen an Einfühlungsvermögen euch gegenüber mangeln lassen. Ich fühle mich geehrt, dass ihr traurig wart und mich vermisst und hätte das gerne mit euch geteilt, konnte es aber irgendwie nicht. Dafür könnte es euch ja jetzt freuen, dass mich so langsam die Erkenntnis der Traurigkeit erreicht.
Eigentlich wollte ich euch ja ein bisschen von CR schreiben aber irgendwie fällt mir nicht so viel erzählenswertes ein, vor allem, weil ich das hier selbst immer mit Guatemala vergleiche. Ja die Straßen sind in schlechtem Zustand aber eben nicht so schlecht wie in Guatemala. Ja hier wird alles bewacht, aber eben nicht so krass wie in Guatemala. Ja, hier ist es schmutzig, aber… Hier schmeckt alles sehr süß, aber… Die leute fahren wie die Sau, aber… ich weiß nicht ob ihr versteht was ich meine? Viele Sachen sind sooo viel und ganz anders als in Deutschland, aber nicht so eine Überraschung für mich und deshalb für mich nicht so interessant. Das hört sich so dumm und überheblich an, aber ich denke dann: warum das erzählen, dass interessiert doch keinen. Aber ich werde versuchen mich ein bisschen am Riemen zu reißen und euch bald einen Einblick in mein leben hier zu gewähren. Jetzt hab ich erstmal genug geschrieben und euren Augen werden langsam müde und müde und schwer und immer schwerer und ihr schlaft ein und mit einem traurigen sonnigen Gruß verabschiede ich mich (scheißt auf das Video, ich meine natürlich das Lied – ich Kommerzschwein) …
http://www.youtube.com/watch?v=k-DTzSq-r0U&feature=related
Tschüß, Nimmerland.
Samstag, 15. August 2009
SchreibBLOGkade die Erste
So, jetzt startet es also, das Experiment SchreibBLOGkade. Zur Erklärung: Ich habe mal ein bisschen Musikzeugs mitgenommen und hatte mir eigentlich in den Kopf gesetzt so eine Art Musik-Blog – neben meinem eigentlichen Blog – einzurichten.
Bleibt natürlich nur zu hoffen, dass sich die Qualität und vor allem Produktionsweise verbessert, denn um ehrlich zu sein hat dieses kurze Ding nen Haufen Arbeit gekostet. Aber hoffentlich werde ich langsam mit Audacity und Magix warm und habe auch bald nen großen Soundpool mit Samples usw (Patrick!!!).
Wie auch immer, ich hoffe ihr habt ein bisschen Spaß dabei…
Montag, 10. August 2009
Bin da, wer noch.
Liebe Leser,
was soll ich sagen ausser: Costa Rica, baby!!!! Und wie das so ist, spinnt die leertaste, aber das koennte ja noch lustig werden, genau so wie der umstand, dass ihr in zukunft anstatt (ae, ue, oe nur noch ae, ue und oe lesen werdet) .
Also hier mal wieder ein paar Dinge in kurz: Danke Regina fuers an den Flughafen bringen, Danke liebe Familie fuers nicht drauf bestehen mich zum flughafen zu bringen. Danke Stafan fuers im Notfall gepaeck mitschleppen und dementsprechend danke condor fuer die 10 Kilo Uebergepaeck gewaehren. Zackbumbaeng, 13 Stunden spaeter in Costa Rica gelandet und gleich auf die kacke gehauen. Wohne als einziger alleine bei ner familie, die ne eigene schreinerei besitzt, wos bestimmt noch was zu tun gibt die naechsten wochen. Der Sohn (Marco - 26 Jahre alt) hat mich gleich mal ausgefuehrt und also in den ersten und gerade letzten 5 stunden in Costa Rica, Tueren ausgeliefert, mit seinen Freunden im Ciclo-Bikeshop abgehangen, lieber (der will nur spielen) Kampfund hat mir ein Loch ins T-Shirt gebissen und ich habe nen frischen O-Saft mit Salz ausgegeben bekommen. Ausserdem musste ich mich reputieren und aus dem fahrenden Pick-Up (was sonst) ne einer Fr au was auf detusch zu rufen (keine Reaktion) Und dementsprechend also gleich was Blogenswertes zu schreiben oder was schreibenswertes zu bloggen.
Jetzt gleich gehts erstmal mit den anderen (wo wohnen die ueberhaupt) die gegend erkunden und hoffentlich mal nen plan bekommen wies die naechsten tage weiter geht, davon haben wir naemlich noch keine ahnung. Aber - tatatatatata - das werdet ihr ja dann blad erfahren, hier und jetzt (naja nicht jetzt) aber vor allem hier. In dem Sinne...
...Gute Nacht Nimmerland.
was soll ich sagen ausser: Costa Rica, baby!!!! Und wie das so ist, spinnt die leertaste, aber das koennte ja noch lustig werden, genau so wie der umstand, dass ihr in zukunft anstatt (ae, ue, oe nur noch ae, ue und oe lesen werdet) .
Also hier mal wieder ein paar Dinge in kurz: Danke Regina fuers an den Flughafen bringen, Danke liebe Familie fuers nicht drauf bestehen mich zum flughafen zu bringen. Danke Stafan fuers im Notfall gepaeck mitschleppen und dementsprechend danke condor fuer die 10 Kilo Uebergepaeck gewaehren. Zackbumbaeng, 13 Stunden spaeter in Costa Rica gelandet und gleich auf die kacke gehauen. Wohne als einziger alleine bei ner familie, die ne eigene schreinerei besitzt, wos bestimmt noch was zu tun gibt die naechsten wochen. Der Sohn (Marco - 26 Jahre alt) hat mich gleich mal ausgefuehrt und also in den ersten und gerade letzten 5 stunden in Costa Rica, Tueren ausgeliefert, mit seinen Freunden im Ciclo-Bikeshop abgehangen, lieber (der will nur spielen) Kampfund hat mir ein Loch ins T-Shirt gebissen und ich habe nen frischen O-Saft mit Salz ausgegeben bekommen. Ausserdem musste ich mich reputieren und aus dem fahrenden Pick-Up (was sonst) ne einer Fr au was auf detusch zu rufen (keine Reaktion) Und dementsprechend also gleich was Blogenswertes zu schreiben oder was schreibenswertes zu bloggen.
Jetzt gleich gehts erstmal mit den anderen (wo wohnen die ueberhaupt) die gegend erkunden und hoffentlich mal nen plan bekommen wies die naechsten tage weiter geht, davon haben wir naemlich noch keine ahnung. Aber - tatatatatata - das werdet ihr ja dann blad erfahren, hier und jetzt (naja nicht jetzt) aber vor allem hier. In dem Sinne...
...Gute Nacht Nimmerland.
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